Eine ruhige See hat noch keinen guten Seemann hervor gebracht.

Löst positives Denken alle meine Probleme?

Nun ja – es braucht mehr als ein, zwei gute Gedanken, um mit Rückschlägen fertig zu werden!

 

6:00 Uhr. „Guten Morgen“ sagt der Wecker strahlend und „Lass mich“ brummelt der innere Schweinehund.
7:00 Uhr. „Viel zu spät“ sagt das Handy. Mal wieder verpennt.
Und es wird nicht besser. Die Milch ist alle, die Dusche kalt, die Bahn nicht da.
Aber hey, bleib doch positiv!

 

Manchmal hilft es einfach nicht, immer nur positiv zu denken. Nicht alles lässt sich mit guter Laune beseitigen. Schlechte Tage lassen sich aushalten. Aber wenn aus Tagen Wochen oder gar Monate werden, kann man leicht das Zutrauen in sich selbst verlieren. Ich kenne das aus eigener Erfahrung:

Früher dachte ich, mit genügend positivem Denken lassen sich alle Schwierigkeiten und Probleme ganz einfach lösen. Dann kam der Kreuzbandriss. Zack! Sport, also Hobby und Studium, auf Eis gelegt. Einfach so, von jetzt auf gleich. Oh nein!

„Egal. Positiv bleiben. Weitermachen, So etwas passiert dir nicht nochmal!“, dachte ich.
Falsch gedacht. Und wieder zack! Kurz vor Ende meines Sportstudiums riss mir auch das andere Kreuzband…was für eine Offenbarung!

 

Ich weiß nicht, ob ich den zweiten Riss mit anderen Gedanken hätte verhindern können.
Was ich mittlerweile weiß, ist, dass ich mich immer frei entscheiden kann, wie ich mit einem Rückschlag umgehe.
Ich habe gelernt, dass es im Leben weniger darum geht Rückschläge und Herausforderungen zu minimieren, sondern mit ihnen anders umzugehen. Es geht nicht darum, weniger zu fallen, sondern schneller wieder aufzustehen.

 

Ich habe diese Rückschläge erfolgreich bewältigt. Aber wie kann dir das jetzt helfen?

 

Bist du an einem Punkt, an dem kein Denken der Welt mehr etwas verändern kann? Kurz vor der Verzweiflung durch einen Rückschlag?

Dann zeige ich dir meine Bewältigungsstrategie, die ich gerne schon im Studium gekannt hätte:

1. Halte für einen Moment inne, atme

2. Komme ins Hier und Jetzt

3. Erinnere dich, warum du das tust, was du tust. Was gibt dir Sinn? Was ist dein großes Ziel, deine Lebensvision? Warum bist du hier? Was erfüllt dich?

4. Träume dann solange an deiner Vision herum, bis du gleichzeitig dieses tiefe ergreifende, erfüllende Gefühl spüren kannst

5. Verändere dann die Bewertung deiner aktuellen Lage mit Bezug zur Lebensvision. Frage dich z.B.: „Welche Auswirkung hat das noch auf mich in 5 Jahren?“

6. Nimm die Veränderung wahr und lass sie zu

 

Denke daran, wir brauchen die Anstrengung, um zu wachsen. Dadurch erweitern wir Stück für Stück unsere Komfortzone.

 

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