Wieviel Mannschaft steckt in dir?

0:1, 2:1, 0:2 – die Mannschaft.

Wieviel Mannschaft steckt in dir?

 

Klar, das war keine Leistung, die wir von einem Weltmeister erwarten. Doch „wie sollen wir einem Gegner gefährlich werden, wenn wir unsere Leistung nicht abrufen?“, sagt Manuel Neuer. Die Fehler sieht er ganz klar bei seinem eigenen Team. Auch Mats Hummels zieht nach dem verheerenden 0:2 gegen Südkorea eine negative Bilanz gegenüber der „Mannschaft“. Fehlende Teamdynamik sei das Stichwort.

 

Was ist passiert?

Noch 2014 trat „Die Mannschaft“ geschlossen an, wie eine Mauer – auf und neben dem Platz!

 

Und jetzt?

Und jetzt fehlte scheinbar die Kraft, um das Achtelfinale erfolgreich abzuschließen?

Klar, externe Faktoren gibt es natürlich immer viele und diese sind schwer direkt zu beeinflussen. Es ist viel effektiver einmal nüchtern nach innen zu blicken – auf die eigenen Fähigkeiten, Grenzen und Möglichkeiten.

Jeder Teil der Mannschaft – egal, ob auf oder neben dem Platz – hat sicher einmal tief nach innen geschaut und sich dabei diese Fragen gestellt:

„Habe ich wirklich alles gegeben?“

„Was und wie viel hat zu meiner optimalen Leistung gefehlt?“

„Warum hat etwas gefehlt?“

„Wie schaffe ich es beim nächsten Mal meine optimale Leistung vollständig abzurufen?“

„Wie kann ich meine Motivation, Spielfreude und Kampfgeist bis zur letzten Spielsekunde hochhalten? Oder sogar über mich selbst hinaus wachsen?“

 

Warum das Ganze?

Nur wer bei sich ist, körperlich und mental im Hier und Jetzt agiert hat die Voraussetzung geschaffen seine optimale Leistung abzurufen – dann wenn‘s drauf ankommt.

Wirft derjenige dann sein Bestes für das große Ganze in die Waagschale und stellt das Team über sich, kann etwas Wundervolles entstehen. Das sind die Momente, in denen aus 1 plus 1 gleich 3 wird!

Dann können alle Mitglieder der Mannschaft spüren: Ich bin im Team und das Team ist in mir. Einer für alle, alle für einen!

 

Nein?

Stell doch einmal Cristian Ronaldo, Lionel Messi oder Manuel Neuer alleine auf den Platz gegen elf andere Fußballer…

So läuft das einfach im Mannschaftssport! Das Team spielt miteinander, steht füreinander ein, hält auf Biegen und Brechen zusammen – Schulter an Schulter, Punkt für Punkt.

 

Was lernen wir daraus?

Die Veränderung beginnt im Kleinen, bei jedem einzelnen und für sich selbst. Erst das schafft die notwendige Basis. Wenn dann alle im Hier und Jetzt sind und sich konstant auf ihre Aufgabe fokussieren kann es passieren: der Flow überträgt sich auf die Mannschaft, die Spielfreude explodiert und macht das Team unaufhaltsam.

 

Was kannst du daraus für deinen Alltag mitnehmen?

Stell dir vor, du als Mensch bist ebenfalls eine Mannschaft. Eine Starke, wenn Körper, Geist und Umgebung an einem Strang ziehen.

Leider ist das genau der springende Punkt. Denn das innere Team kann genauso gut uneins sein, sich wie zerrissen anfühlen. In diesen Momenten sind wir genau auf der anderen Seite unserer optimalen Leistungsfähigkeit.

 

Für diesen Fall zeige ich dir, wie du in sechs Schritten dein inneres Team wieder auf Spur bekommst:

1. Entspannung: Nimm dir etwas Zeit und Ruhe

2. Status Quo: Fragen dich: „Wenn ich leisten möchte und gleichzeitig nicht im Hier und Jetzt, wo bin ich dann? Warum bin ich dort? Welche besonderen Gedanken und Gefühle drängen sich mir immer wieder auf?“

Münden die Antworten in einer Endlosschleife nutze zwei Möglichkeiten:

2a. Perspektivwechsel: Suche nach einem größeren Zusammenhang. „Wie steht dieser aktuelle Konflikt mit meiner Lebensvision in Zusammenhang? Welche Auswirkung hat dieser innere Konflikt auf mich in 6 Monaten?“ oder „Kann ich diesen Konflikt alleine nachhaltig lösen?“

2b. Unterstützung: Wende dich an einen Mental Coach, der dich begleitet dein inneres Team wieder auf Spur zu bringen.

Ansonsten geht’s direkt weiter:

3. Blick nach vorne: Finde heraus, wie du dich besser fokussieren kannst: „Wie kann ich es schaffen mehr im Hier und Jetzt zu sein, körperlich UND geistig? Was hilft mir mich besser auf mich und meine Aufgabe zu fokussieren? Was muss ich konkret anders machen?“

4. Fokus: Reduziere alle Ablenkungen (Smartphone und Co) auf ein Minimum und nutze deine Strategie: Konzentration auf mich und meine Aufgabe

5. Einüben: Übe die Strategie so lange, bis sie von alleine funktioniert

6. Bäm: Mehr Fokus, optimalere Leistung und bessere Ergebnisse

 

Alles in allem hat es Sepp Herberger wieder einmal auf den Punkt gebracht, als er sagte: „Nachdem Spiel ist immer vor dem Spiel.“

 

Darum frage ich dich jetzt: „Packen wir’s an?“

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